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30.01.2009
Reform der Kfz-Steuer
ADAC: Kleine sind die großen Gewinner
Die Käufer von verbrauchsarmen Kleinwagen sind die großen Gewinner der
ab 1. Juli 2009 vorgesehenen neuen Kfz-Steuer. Am niedrigsten wird nach Berechnungen des
ADAC die Abgabe künftig bei kleinmotorigen Benzinern ausfallen. So muss man etwa für
einen neuen Chevrolet Matiz 0,8 S ab Juli nur noch 16 Euro im Jahr bezahlen, bisher waren
es 54 Euro. Auch Besitzer eines Smart fortwo 45 kw profitieren von der Reform, denn mit 20
Euro jährlich liegt die Steuer um 47 Euro unter der bisherigen. Beide Fahrzeuge stoßen
weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer aus und werden daher ausschließlich über den
kleinen Hubraum zur Steuer herangezogen.
Das größte Einsparpotenzial bieten laut ADAC Klein- oder
Mittelklassewagen mit Dieselantrieb. Ganz vorne liegen beispielsweise der BMW 118d sowie
der VW Golf 2,0 TDI DPF 119g, deren Kfz-Steuer mit 190 Euro künftig um 118 Euro geringer
ausfallen wird. Bei den Benzinern zählen zwei Modelle mit Hybrid-Antrieb zu den
Gewinnern. Der Besitzer eines Toyota Prius etwa bezahlt mit einem Jahresbetrag von 30 Euro
eine um 71 Euro niedrigere Kfz-Steuer. Um 66 Euro günstiger wird demnächst der Honda
Civic Hybrid 1,3 besteuert. Für Neufahrzeuge dieses Modells müssen die Halter ab Juli
2009 nur noch 28 Euro bezahlen.
Ab dem 1. Juli 2009 wird die Abgabe für neue Pkw neben dem Hubraum auch
nach dem CO2-Ausstoß berechnet. Allerdings werden Fahrzeuge, die weniger als 120 Gramm
CO2 ausstoßen, belohnt, indem sie nur nach der Hubraumgröße besteuert werden. Dabei
fallen zwei Euro je angefangene 100 Kubikzentimeter bei Benzinern und 9,50 Euro je 100
Kubikzentimeter bei Diesel-Pkw an. Bereits vorhandene Pkw werden auch in den nächsten
Jahren wie bisher besteuert. Bei Fahrzeugen, die zwischen dem 5. November 2008 und dem 30.
Juni 2009 neu zugelassen wurden und allein deswegen befristet steuerbefreit sind, wird
nach Ablauf der Frist zwischen dem alten und dem neuen Modell das günstigere gewählt.
Quelle:adac.de |